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Nachhaltige Energieversorgung in einem Brühler Haushalt

Erfahrungsbericht der Familie Maurer

In den letzten Jahren haben wir die Energieversorgung unseres Hauses (Baujahr 1996) stufenweise elektrifiziert. Durch die Versorgung mit Ökostrom ist das Ganze umweltfreundlich. Wir sind heute begeistert von den Möglichkeiten der verfügbaren Technik, vor allem aber freuen wir uns über folgende Vorteile 

  • Wir leisten einen Beitrag zum Klimaschutz
  • Wir genießen eine preiswerte Energieversorgung für Haushalt, Wärme und Mobilität
  • Wir sind unabhängig von weltpolitischen Schwankungen
  • Es macht viel Spaß, sich nachhaltig und zeitgemäß zu versorgen

Innerhalb von 6 Jahren setzten wir sukzessive folgende „Projekte“ um. Dabei wurden staatliche Förderprogramme in Anspruch genommen. 

  1. 7 kW Photovoltaik Anlage inkl. 5 kWh Speicher und Wallbox
  2. Vollelektrisches Fahrzeug
  3. Wärmepumpe
  4. Installation smarter Stromzähler

Die PV-Anlage ist so dimensioniert, dass wir nahezu den komplett erzeugten Strom in Haus oder Fahrzeug nutzen, da es nur eine geringe Einspeisevergütung (8 ct/kWh) für überschüssigen Strom gibt. Bei einer Abschreibungsdauer von 10 Jahren liegt der Preis für selbst erzeugten Strom bei günstigen 23 ct/kWh. Nach 10 Jahren liegt er bei „0“ ct/kWh, so lange wie die Anlage läuft. Im Winter muss Ladestrom für das E-Fahrzeug zugekauft werden. Dies geht dank smartem Stromzähler über die täglichen Börsenpreise. Hier hilft eine einfache APP, den günstigsten Strom zu nutzen, sehr oft liegen die Preise bei 20 ct/kWh oder niedriger. Wir haben dann Energiekosten für das Elektrofahrzeug von 3 €/100 km! Das ist nicht nur umweltfreundlich, sondern preislich unschlagbar.

Auch für die Wärmepumpe muss Strom im Winter zugekauft werden, dies geschieht über einen separaten Zähler zu einem günstigen Wärmepumpentarif.

Jeder Phase ging eine Beratung durch die Verbraucherberatung bzw. durch das Ekozet voraus, um die ideale Lösung zu finden. Die kostenlosen Beratungen waren kompetent und sehr hilfreich für uns als nicht-Fachleute.

Im zweiten Schritt wurden Angebote von Fachfirmen eingeholt und parallel die Förderung (falls vorhanden) angestoßen. Auch hier war die Beratung von Ekozet und Verbraucherzentrale möglich, wenn nicht sogar die ausführende Fachfirma die staatliche Förderung begleitet hat (z.B. bei der Wärmepumpe).  

Ein Tipp zum Schluss: durch die Komplexität der Projekte ist es sinnvoll, diese schrittweise anzugehen. Man lernt sehr viel bei jedem Schritt und bekommt immer bessere Vorstellungen davon, was alles möglich ist und was man davon zu Hause nutzen möchte. Wir möchten sehr gerne mehr Bürgerinnen und Bürger dazu ermutigen, die Umstellung auf regenerative Energien anzugehen. Es hilft der Umwelt, schont den Geldbeutel und macht einfach sehr viel Spaß.

Ansprechperson Stadt Brühl:

Klimaschutz 70/2
Abteilungsleiter

Björn Riedel
Engeldorfer Straße 2
50321 Brühl
Tel.: 02232-7973 10
briedel@bruehl.de