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Schema Brennwerttechnik
Die Brennwerttechnik bei der Heizung
Amortisation in wenigen Jahren
In einem Brennwertkessel wird zunächst mit den Abgasen des Kessels das Wasser der Heizungsanlage erwärmt, bis der in den Abgasen enthaltene Wasserdampf auskondensiert. Dadurch ist weniger Energie nötig, um das Wasser auf die gewünschte Heiztemperatur zu erhitzen. Auf diese Weise kann der Wirkungsgrad gegenüber einem gebräuchlichen Niedertemperaturkessel bei Erdgas um etwa 10 %, bei Heizöl immerhin um rund 5% gesteigert werden. Die Mehrkosten bei der Anschaffung betragen etwa 300 bis 800 € und amortisieren sich durch die gesparten Heizkosten in wenigen Jahren.

Sie sollten daher in jedem Fall einen Brennwertkessel wählen, wenn Sie ihren alten gegen einen neuen Gaskessel austauschen wollen. Die Technik ist ausgereift und alle renommierten Hersteller haben seit Jahren entsprechende Geräte im Programm. Auch Öl-Brennwertkessel sind auf dem Markt. Wegen des geringeren Einsparpotenzials und den strengeren Anforderungen an die Abgasführung und Kondensatbehandlung sollte hier jedoch eine Einzelfall-bezogene Beratung durch den jeweiligen Heizungsfachbetrieb erfolgen.

Damit der Brennwerteffekt im praktischen Heizbetrieb auch tatsächlich zum Tragen kommt, sind einige Randbedingungen zu beachten. Was eigentlich für jede Heizanlage selbstverständlich sein sollte, ist beim Brennwertkessel besonders wichtig: alle Komponenten vom Kessel über die Pumpe und Regelung bis zu den Heizkörpern müssen sorgfältig aufeinander abgestimmt sein. Je niedriger die Temperatur ist, mit der das Heizungswasser zum Kessel zurückströmt, umso höher ist der Einspareffekt. Ideal sind daher Fußbodenheizungen, aber auch mit normalen Heizkörpern können bei richtiger Planung und Auslegung ähnlich gute Einsparungen erzielt werden. Achten Sie darauf, dass der vorgeschriebene hydraulische Abgleich korrekt durchgeführt wird, wenn auch das Heiznetz erneuerungsbedürftig ist.

Durch die Kondensation des Wasserdampfs im Abgas erfordern Brennwertkessel einen geeigneten Schornstein aus feuchtigkeitsunempfindlichem, korrosionsfestem Material. Bei der Sanierung wird meistens in den vorhandenen Kaminzug ein neues Abgasrohr eingezogen. Im Falle eines bereits versotteten und sanierungsbedürftigen Schornsteins kann hier sogar viel Geld gespart werden, da bei Brennwertkesseln wegen der geringen Abgastemperaturen preiswerte Kunststoffrohre verwendet werden können, während bei Niedertemperaturkesseln teure Edelstahl- oder Keramikrohre erforderlich sind.

Ein guter Brennwertkessel 'verliert Wasser': während der Heizperiode entsteht pro Tag durchschnittlich etwa 1 Liter Kondensat je kW Kesselleistung. Es ist Beweis für eine hohe Ausnutzung des Brennwerteffekts und muss abgeführt werden. Bei Gaskesseln ist ohne weitere Behandlung eine Einleitung mit dem häuslichen Abwasser in die Kanalisation möglich - lediglich ein Abflussanschluss in der Nähe des Kessels ist erforderlich.


In den Förderprogrammen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist ein hydraulischer Abgleich Voraussetzung für die Förderung einer Heizungsmodernisierung.

 
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