Stadt Mülheim an der Ruhr

Sanierungsmanagement Heißen-Süd

Integrierte Energetische Quartierskonzepte sind ein Baustein in der Energetischen Stadtentwicklung auf dem Weg zur klimagerechten Stadt. Die Modernisierung der vorhandenen Bausubstanz sowie die Anpassung der Gebäude und der Infrastruktur an veränderte Ansprüche und Rahmenbedingungen  sind das Ziel, wobei der Fokus nicht auf das Einzelgebäude sondern dem Quartier liegt.  Die Kopplung der Sektoren Wärme, Strom und Mobilität ist ein wichtiges Ziel in dieser Entwicklung.

Mit der Aufstellung des Energetischen Stadtentwicklungsplanes für Mülheim an der Ruhr wurden Quartiere identifiziert, die sich besonders gut für Sanierungsmaßnahmen im Rahmen der energetischen Stadtentwicklung eignen. Das Quartier Heißen-Süd ist eines davon, da hier der spezifische Wärmebedarf überdurchschnittlich hoch ausfällt. Der hohe Anteil an Wärmestrom in privaten und öffentlichen Gebäuden sowie die Heizölverwendung in Einfamilienhäusern wurden als gute Ansatzpunkte zur Steigerung der Energieeffizienz identifiziert. 

Heißen-Süd

Das Quartier „Heißen-Süd“ liegt im nordöstlichen Teil der Stadt. Hier leben rund 2.600 Einwohner. Die Bevölkerungsstruktur weist einen höheren Anteil an der Gesamtbevölkerung der über 64-Jährigen sowie einen deutlich überdurchschnittlichen Anteil der Empfänger von Sozialhilfe und Sozialgeld als in der Gesamtstadt auf. Im Quartier befinden sich als öffentliche Gebäude ein sanierungsbedürftiges Schwimmbad, das Gymnasium Heißen sowie die städtische Gemeinschaftsgrundschule Filchnerstraße. Städtebaulich ist das Quartier geprägt durch Ein- und Mehrfamilienhäuser, die sich zum Teil in Privatbesitz und zum Teil in der Hand von Wohnungsbaugesellschaften befinden.

Das integrierte Quartierskonzept ist fertig

Die Hochschule Düsseldorf hatte im Rahmen des Programms „Energetische Stadtsanierung“ (Programmnummer 432) der KfW-Bank  ein integriertes energetisches Quartierskonzept für das Quartier Heißen-Süd erstellt. Dazu wurden auf Basis von Quartiersanalyse, Energie- und CO2-Bilanz sowie Potenzialanalyse Handlungsziele identifiziert und daraus ein Maßnahmenkatalog entwickelt. Dieser Schritt erfolgte unter Einbeziehung von ausgewählten lokalen Akteuren.

Ein Sanierungsmanagementsmanagement begleitet die Umsetzung

Ein Sanierungsmanagement begleitet seit Herbst 2018 vorerst drei Jahre lang die Umsetzung des integrierten Quartierskonzeptes begleiten und wird von einem  interdisziplinären Projektteam des Instituts für lebenswerte und umweltgerechte Stadtentwicklung der Hochschule Düsseldorf übernommen. Das Projekt in Heißen soll beispielhaft für andere Gebiete untersuchen und erproben, welchen Maßnahmen erfolgreich sind, so dass weitere Quartiere wie z.B. in Dümpten und die Innenstadt für die ebenfalls integrierte Konzepte erstellt wurden hiervon profitieren.

Inhalte sind unter anderem der Aufbau eines Sanierungsnetzwerks, die Aktivierung von Eigenheimbesitzerinnen und Eigenheimbesitzern zur Sanierung, eine Finanzierungsberatung und Informationen und Motivation zum Nutzungsverhalten.

Aktuelles aus dem Sanierungsmanagement

  • Das Sanierungsmanagement arbeitet mit dem Quartierspunkt in Heißen-Süd  zusammen.  Eine Themenreihe zu energetischen Themen im Rahmen der regelmäßigen Themenforen ist geplant.
  • Aktuelle Veranstaltungen werden regelmäßig veröffentlicht und sind hier zu finden. 
  • Die Bestandsaufnahme des Quartiers im Bereich energetische Sanierung wird derzeit aktualisiert.
  • Eine Energieanalyse des Supermarktes Edeka Kels in Heißen-Süd wird im Rahmen einer Bachelor-Abschlussarbeit im Bereich Energietechnik der Hochschule Düsseldorf durchgeführt. Ziel ist unter anderem die Ermittlung von Potentialen zur Nutzung erneuerbarer Energien.

Sie möchten Kontakt zum Sanierungsmanagement aufnehmen?

  • Institut für lebenswerte und umweltgerechte Stadtentwicklung Hochschule Düsseldorf
  • Telefon: 0211/4351-2610