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14.06.2010: Mit Heizungsoptimierung Energiekosten senken
Kreis informierte auf Steinhagener Umweltmarkt zum Energiesparen

Kreis Gütersloh/Steinhagen: In Privathaushalten entfällt der überwiegende Teil der Energiekosten auf die Heizung. Damit die Hausbesitzer im Herbst zu Beginn der Heizperiode wissen, was ihnen die Optimierung ihrer Heizung bringt, informierte der Kreis Gütersloh hierzu am vergangenen Sonntag, gemeinsam mit dem vor Ort tätigen Energieberater Reiner Stracke, auf dem Steinhagener Umweltmarkt.
Am ALTBAUNEU-Stand des Kreises ging es zudem um Kosten, Förderung und Ausführung von Wärmedämmungen, die Einhaltung der Vorgaben der neuen Energieeinsparverordnung bei Alt- und Neubauten, die Heizungserneuerung und erneuerbare Energien. Zu den ersten Beratungsempfängern gehörten Udo Bolte, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Steinhagen, mit Ehefrau Ursula sowie Gerhard Karlmeier aus Steinhagen.


„Bei Brennwertkesseln und Niedertemperaturkesseln, die vor dem 1. Januar 2005 installiert wurden, sind Optimierungsmaßnahmen an der Heizungsanlage ab 600 Euro zu 25 Prozent förderfähig“, erklärt Ursula Thering von der Koordinierungsstelle Energie und Klima des Kreises. Bei geringen Investitionskosten können im Einzelfall 10 bis 20 Prozent Energiekosten gespart werden. Grundvoraussetzung für die Förderung ist ein Heizungs-Check nach DIN. Diesen können nur Heizungs-Installateure durchführen, die an einer Schulung des Zentralverbandes für Sanitär, Heizung, Klima NRW teilgenommen und die notwendigen Messgeräte angeschafft haben.

„Wenn die Heizung im Betrieb rauscht und pfeift oder einzelne Heizkörper gar nicht richtig warm werden, dann lohnt es sich auf jeden Fall, die Inspektion der Heizung in Angriff zu nehmen“, erläutert Reiner Stracke, unabhängiger Energieberater aus Steinhagen.
Die Heizungsanlage ist dann wahrscheinlich nicht hydraulisch abgeglichen. Unter dem Wortungetüm „hydraulischer Abgleich von Heizungsanlagen“ versteht man die Einstellung der jeweils ausreichenden Heizungswassermengen für jeden Heizkörper im Haus. Die richtige Wassermenge stellt sich nämlich nicht von alleine ein. Hierfür sorgen Rohrbögen, -anschlüsse, unterschiedliche Rohrlängen zwischen den Heizkörpern, Armaturen, die alle einen Widerstand gegen das strömende Wasser ausüben. So kommt es häufig vor, dass die in der Nähe der Umwälzpumpe liegenden Heizkörper von zu viel und die weiter entfernten von zu wenig Heizwasser durchströmt werden.
Für einen hydraulischen Abgleich müssen entweder die Thermostatventile einstellbar oder Rücklaufverschraubungen der einzelnen Heizkörper vorhanden sein. Diese Elemente lassen sich nachrüsten. Bei größeren Gebäuden dienen diesem Zweck Strangventile.

Weitere Informationen zum Heizungs-Check nach DIN und zur Heizungsoptimierung, insbesondere eine Liste mit qualifizierten Fachbetrieben, sind auf der ALTBAUNEU-Internetplattform des Kreises in der Rubrik Downloads erhältlich (www.alt-bau-neu.de/kreis-guetersloh). Zudem können sich Interessenten an die Koordinierungsstelle Energie und Klima des Kreises Gütersloh unter Tel. 05241 – 85 2762 oder E-Mail Ursula.Thering@gt-net.de wenden.

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