Gütersloh. Wer sich damit beschäftigt, sein Wohnhaus für die Zukunft fit zu machen, der sollte die Förderung des Landes NRW mit in seine Überlegungen einbeziehen. Mit dem Ziel, sich künftig in jedem Alter in seiner Wohnung und seinem Wohnumfeld komfortabel bewegen zu können, werden Maßnahmen zum Barriereabbau gefördert. Dies kann beispielsweise der Umbau eines Badezimmers oder der Anbau einer Rampe sein. Diese Fördermöglichkeit kann von jedermann in Anspruch genommen werden, sie ist nicht an Einkommensgrenzen gebunden.
Maximal können 15.000 Euro als zinsgünstiges Baudarlehen gewährt werden. Es gelten ein Zins von 0,5 Prozent, ein laufender Verwaltungskostenbeitrag von 0,5 Prozent und eine Tilgung von 2 Prozent jährlich. Die Auszahlung des Darlehens erfolgt zu 99,6 Prozent. Damit das Wohnhaus auch energetisch für die Zukunft gerüstet ist, gibt es zinsgünstige Darlehen für die Gebäudesanierung.
Dieses Förderangebot ist kombinierbar mit der Barrierereduzierung, aber auch selbstständig wählbar. Es kann seit vergangenem Jahr auch von Eigenheimbesitzern in Anspruch genommen werden, die in der Wohnraumförderung geltenden Einkommensgrenzen einhalten. Förderfähig sind alle Wohnungsbestände, bei denen der Bauantrag vor dem 1. Januar 1995 gestellt wurde. Die geförderten Maßnahmen müssen die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllen, was durch einen Sachverständigen zu bescheinigen ist. Das maximal mögliche Darlehen je Wohnung beträgt 40.000 Euro. Die Darlehenskonditionen entsprechen denen der Barrierereduzierung.
Ansprechpartnerin für diese Förderangebote ist in der Abteilung Bauen, Wohnen, Immissionen beim Kreis Gütersloh Sabine Niebrügge-Schabbehard (Tel.: 05241/85-1909). Informationen finden sich auch im Internet auf der Seite des Kreises Gütersloh unter der Rubrik Bauen & Wohnen sowie auf der Internetplattform ALTBAUNEU unter 'Förderung - Wärmeschutz'. Auch die NRW.BANK informiert über die Programme „Reduzierung von Barrieren“ und „Verbesserung der Energieeffizienz“ auf der Seite www.nrwbank.de unter „Förderlotse“, Förderthema „Wohnen“.
Zum Thema:
Weitere Finanzierungsmöglichkeiten Die NRW.BANK bietet mit dem dieses Jahr erstmalig aufgelegten Förderprogramm „Gebäudesanierung“ allen Selbstnutzern von Eigenheimen unabhängig vom Einkommen zinsverbilligte Darlehen an. Der mögliche Kreditbetrag liegt zwischen 2.500 und 75.000 Euro. Die Laufzeit beträgt zwischen 8 und 20 Jahre. Dieses Förderprogramm ist über die Hausbanken zu beantragen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet mit den Förderprogrammen “Altersgerecht Umbauen“ und „Energetisch Sanieren“ interessante Angebote. Weitere Auskünfte hierzu gibt es bei den Hausbanken oder unter www.kfw.de Auch eine Nachfrage bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung kann sich lohnen, soweit diese Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen zur energetischen Sanierung vergibt.
Gütersloh: Die kalten Wochen in den ersten Monaten haben die Energieverbräuche der Haushalte in die Höhe schnellen lassen. „Grund genug, jetzt über die Möglichkeit der Heizungsoptimierung nachzudenken“, meint Ursula Thering von der Koordinierungsstelle Energie und Klima des Kreises Gütersloh.
Alte Heizungspumpen sind wahre Stromfresser. Sie verschlingen rund zehn Prozent des Jahresstromverbrauches eines Haushalts, weil sie häufig überdimensioniert sind und mit immer gleicher Drehzahl kreisen. Moderne Hocheffizienzpumpen benötigen hingegen bis zu 80 Prozent weniger Strom und sind nur in Bewegung, wenn sie wirklich gebraucht werden. Für ein Ein- oder Zweifamilienhaus reichen 5 bis 25 Watt elektrische Pumpenleistung aus. In der Realität erreichen die „alten“ Pumpen häufig Leistungszahlen von über 100 Watt.
Aber nicht nur beim Stromverbrauch der Heizungspumpe bestehen Einspar-potenziale, sondern auch beim Heizenergieverbrauch des Gebäudes. Durch den so genannten hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage wird die Wärmeverteilung im gesamten Gebäude optimiert und die Heizkosten gesenkt. Eine Kombination beider Maßnahmen spart nicht nur bares Geld, sondern mindert auch den Ausstoß von klimaschädlichem CO2.
Auf dem Energiespartag in der Tischlerei Mesken in Gütersloh (Avenwedde Bahnhof) am Sonntag, 11. März 2012, 11 bis 17 Uhr, können sich Besucher umfassend zum hydraulischen Abgleich, zum Austausch von nicht voreinstellbaren Thermostatventilen sowie zum Pumpentausch informieren. Thomas Karrasch, Energieberater der ALTBAUNEU-Initiative des Kreises, sowie die Heizungsfachbetriebe Füchtenkord und Schröder aus Gütersloh beantworten alle Fragen zur Heizungsoptimierung – auch zu den Kosten und Fördermöglichkeiten. Dr. Norbert Claus vom Reckenberg-Berufskolleg in Rheda-Wiedenbrück veranschaulicht an einem Heizungsmodell, was ein hydraulische Abgleich und ein Pumpentausch für das Portemonaie bringen kann. Ursula Thering hält aktuelle Energiespar-broschüren des Kreises und der Energieberatungs-Initiative ALTBAUNEU bereit.
Für einen ersten, kostenlosen Stromcheck können Interessenten ihre letzte Strom-rechnung mitbringen. Weitere Informationen sind beim Kreis unter Tel. 05241 – 85 2762 (Ursula Thering) oder auf der Internetplattform www.alt-bau-neu.de/kreis-guetersloh erhältlich.
Was ist der hydraulische Abgleich?
Die Heizung ist ein verzweigtes System aus Rohren. Das Wasser nimmt am liebsten den Weg des geringsten Widerstandes und fließt zuerst durch die dicken und kurzen Rohre. Deshalb kann es passieren, dass einige Heizkörper knallheiß sind, während andere bei voll aufgedrehtem Thermostat lauwarm bleiben. Der hydraulische Abgelich sorgt dafür, dass jeder Heizkörper den richtigen Druck und die richtige Wassermenge hat und gewährleistet somit die gleichmäßige Wärmeverteilung im Haus.
Kreis Gütersloh: Die Energiekosten steigen. Durchschnittlich 16 Prozent höhere Kosten für Heizenergie hat das Statistische Bundesamt im Oktober 2011 im Vergleich zum Vorjahresmonat ermittelt. Wer keine böse Überraschung erleben möchte, sollte seine Wohnung oder sein Haus in naher Zukunft warm einpacken und Energielecks minimieren. Die Messe Bauen, Wohnen, Renovieren und Energiesparen im A2 Forum in Rheda-Wiedenbrück bietet mit rund 200 Ausstellern eine gute Plattform, sich über aktuelle Produktneuheiten und Dienstleistungen zu informieren. Bei der Informationsflut der unterschiedlichen Anbieter und der Komplexität von Bau- und Modernisierungs-maßnahmen empfiehlt der Kreis vor Investitionsentscheidungen eine Anbieter-unabhängige Energieberatung zu Rate zu ziehen.
Am ALTBAUNEU-Stand des Kreises sind am Messewochenende durchgehend drei bis vier neutrale Energieberater für Erstberatungsgespräche zu Energiefragen im Einsatz. Gern können die Verbraucher auch ihre aktuellen Strom- und Heizkostenabrechnungen mitbringen. Die Umweltberater/innen einiger Städte und Gemeinden unterstützen die Energieexperten bei der Arbeit. Bei Bedarf können Interessenten mit den unabhängigen Beratern am Stand auch Termine für eine umfassende Energieberatung zu Hause vereinbaren oder Kontaktdaten von unabhängigen Energieberatern vor Ort erfragen.
Kleinvieh macht auch Mist: Wer mehr über gering-investive Sparmaßnahmen, wie zum Beispiel den hydraulischen Abgleich einer Heizungsanlage oder über die Funktionsweise von voreinstellbaren Thermostatventilen, wissen will, ist ebenfalls am ALTBAUNEU-Stand des Kreises richtig. Mit Hilfe eines Heizungsmodells veranschaulichen Fachschüler des Reckenberg-Berufskollegs unter Leitung von Dr. Norbert Claus das Verfahren und zeigen mögliche Energieeinsparpotenziale auf. Ebenso informativ und hilfreich sind die vom Kreis und der Kreishandwerkerschaft organisierten, kostenfreien Vorträge rund ums energiesparende Bauen und Sanieren.
Weitere Informationen sind unter www.alt-bau-neu.de/kreis-guetersloh erhältlich. Für Fragen steht zudem die Koordinierungsstelle Energie und Klima des Kreises Gütersloh unter Telefon 05242 – 85 2762 oder unter der E-Mail-Adresse Ursula.Thering@gt-net.de zur Verfügung. Organisatorische Hinweise vom Messeveranstalter sowie ein Ausstellerverzeichnis sind im Internet unter www.baumesse.de oder per Telefon unter 02506 – 300290 abrufbar.
Gütersloh/Rheda-Wiedenbrück: Das Bundesumweltministerium hat vor Kurzem die neuen Richtlinien für die Förderung von Mini-KWK-Anlagen bis 20 KW veröffentlicht. Das Förderprogramm wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verwaltet. Ab 1. April 2012 können dort Anträge eingereicht werden. Neue Mini-Blockheizkraftwerke bis 20 KW in Bestandsbauten können nach dem Programm einen einmaligen Investitionszuschuss erhalten, der nach der elektrischen Leistung gestaffelt ist. So erhalten zum Beispiel sehr kleine Anlagen mit einer Leistung von 1 KW 1500 Euro, größere Anlagen mit 19 KW 3450 Euro.
Aber für wen lohnt es sich, über den Einsatz eines kleinen Kraftwerkes im Keller nachzudenken? Wie ausgereift ist die Technik? Worauf ist bei der Planung, der Anschaffung und dem Betrieb zu achten? Welche Praxiserfahrungen gibt es?
Aktuelle Informationen hierzu erhalten Interessenten im Rahmen der vom Kreis und der Kreishandwerkerschaft organisierten Vortragsreihe auf der Baumesse im A2 Forum in Rheda-Wiedenbrück.
Die Messe läuft vom 10. bis 12. Februar 2012, täglich von 10 bis 18 Uhr. Für Architekten, Ingenieure, Energieberater, Handwerker und andere Fachinteressenten findet am Samstag, 11. Februar von 10.30 bis 14.15 h, eine von der Architektenkammer NRW und von der Ingenieurkammer Bau NW anerkannte Fortbildungsveranstaltung statt. „Planung und Betrieb von kleinen Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen in Wohn- und Nichtwohngebäuden“ lautet das Thema. Es referieren Matthias Kabus von der EnergieAgentur.NRW und Markus Gailfuß vom BHKW-Infozentrum aus Rastatt. Für die Teilnahme ist bis zum 3. Februar 2012 eine Anmeldung unter Tel. 05241-852702 oder per E-Mail an Luise.Fleiter@gt-net.de erforderlich. Die Teilnahmegebühr beträgt 30 Euro inklusive Mittagsimbiss und Vortragsmanuskripte.
Hausbesitzer können sich am 11. Februar 2012, 16.30 bis 17.30 Uhr, im Rahmen eines Verbraucher-Vortrages zum Thema informieren. Dieser Vortrag kann kostenfrei besucht werden.
Das gesamte Vortragsprogramm rund ums energiesparende Bauen und Sanieren sowie weitere Informationen zur Baumesse sind unter www.alt-bau-neu.de/kreis-guetersloh und unter www.baumesse.de/rheda-wiedenbrueck abrufbar. Auskunft erteilt zudem die Koordinierungsstelle des Kreises Gütersloh unter Tel. 05241-85 2762 (Ursula Thering).
Kreis Gütersloh: Wenn’s draußen dunkel und knackig kalt wird, haben die Energieberater Dipl.-Ing. Oliver Erdmann und Dipl.-Ing. Carsten Heilmann viel zu tun. Denn dann sind ideale Voraussetzungen für Thermografieaufnahmen, die die beiden im Auftrag des Kreises Gütersloh und einiger Kommunen für interessierte Hausbesitzer im Winter erstellen. Mit den farbenprächtigen Bildern können sie schlecht gedämmte und undichte Stellen am Haus aufdecken, die die Energie- und Heizkosten in die Höhe schnellen lassen.
„Ein Blick auf die Bilder allein reicht aber nicht“, betonen die beiden Energieberater aus Werther (Westf.). Die Bilder werden nachträglich so bearbeitet, dass bestimmte Temperaturspannen sichtbar werden. „Eine präzise Auswertung und Ableitung sinnvoller und bezahlbarer Sanierungsmaßnahmen erfordert ein geschultes Auge und umfassende Sanierungskenntnisse“, erklärt Ursula Thering von der Koordi-nierungsstelle Energie und Klima des Kreises Gütersloh. Deshalb erhalten die Bürger im Rahmen der vom Kreis konzipierten Thermografieaktion nicht nur zahlreiche hochwertige Wärmebilder plus digitale Aufnahmen, sondern auch ein 90-minütiges Energieberatungsgespräch zu Hause für nur 159 Euro. Wem die Thermografien plus Digitalbilder mit einer 30-minütige Beratung im Rathaus reichen, zahlt im Rahmen der Aktion sogar nur 125 Euro. Hinzu kommen jeweils ein Thermografie- und ein Beratungsbericht.
Bis zum 16. Januar 2012 sind noch Anmeldungen direkt bei dem Energie-beratungsbüro die bauwerkstadt in Werther (Westf.) unter E-Mail thermografie@diebauwerkstadt.de oder unter Tel. 05203 – 29666 20 möglich. Teilnehmen können Bürger aus Borgholzhausen, Halle (Westf.), Herzebrock-Clarholz, Langenberg, Rheda-Wiedenbrück, Schloß Holte-Stukenbrock, Steinhagen, Versmold und Werther (Westf.). Weitere Infos sind unter www.alt-bau-neu.de/kreis-guetersloh oder unter Tel. 05241 – 85 2762 beim Kreis Gütersloh erhältlich.
Versmold: Bis zum 21. Dezember 2011 können sich Haus- und Wohnungsbesitzer in Versmold an der Aktion „Thermografie plus Energieberatung' beteiligen. Anmeldungen und Anfragen sind ab sofort bei dem vom Kreis Gütersloh beauftragten Energieberatungsbüro, die bauwerkstadt gmbH in Werther, unter Tel. 05203-29666 20 oder per E-Mail unter thermografie@diebauwerkstadt.de möglich.
„Wir sind froh, dass wir diese Leistung gemeinsam mit dem Kreis, der Kreishandwerkerschaft und der Klimaschutz-Initiative Versmold unseren Bürgerinnen und Bürgern anbieten können', erklärt Bürgermeister Thorsten Klute „Die Erfahrungen des Kreises haben gezeigt, dass die Aktion für die Durchführung von Haussanierungen eine gute Entscheidungsgrundlage bietet'.
Die mit einer hochwertigen Thermografiekamera erstellten Wärmebilder entlarven Schwachstellen, wie mangelhafte Isolierung, Wärmebrücken, schlecht dämmende Fenster und Türdichtungen, ver-zogene Rahmen oder Risse im Bauwerk. Die Ergebnisse werden anschließend vom unabhängigen Energieberater in sinnvolle Sanierungsmaßnahmen „übersetzt' und münden in einen konkreten Sa-nierungsfahrplan. Das Aktionspaket besteht aus Wärmebildern von jeder Gebäudeseite plus Detailaufnahmen. Dazu gehören digitale Bilder, ein Thermografiebericht mit einer Auswertung der Bilder, ein Beratungsge-spräch mit einem unabhängigen Energieberater sowie ein schriftlicher Beratungsbericht mit Hand-lungsempfehlungen für die Haussanierung. Bei der Energieberatung dürfen die Teilnehmer zwi-schen einer 30-minütigen Energieberatung im Rathaus und einer 90-minütigen im Wohnhaus wäh-len. Durch einen Zuschuss der Initiatoren halten sich die Kosten für die Teilnehmer der Aktion in Gren-zen. Für die Thermografien plus der 30-minütigen Beratung im Rathaus zahlen die Bürger(innen) einen Eigenanteil von 125 Euro, für die Thermografien plus 90-minütige Energieberatung im Wohn-haus beläuft sich der Eigenanteil der Teilnehmer auf 159 Euro.
Da die Teilnehmerzahl beschränkt ist, sollten Interessenten mit der Anmeldung nicht zu lange zö-gern. Wer noch unsicher ist, kann sich beim Energieberatungsbüro als Interessent vormerken las-sen und sich nach dem Besuch einer Informationsveranstaltung in Halle (Westf.), Steinhagen oder Werther endgültig entscheiden. Die Veranstaltungstermine und –orte sowie weitere Informationen zur Aktion sind bei der bauwerkstadt Gmbh in Werther oder unter www.alt-bau-neu.de/kreis-guetersloh (→Aktuelles → Veranstaltungen) erhältlich. Auskunft erteilt zudem der Umweltberater der Stadt Versmold unter Tel. 05423 - 954 263 bzw. unter Norbert.Wichmann@gt-net.de.
Kreis Gütersloh: Drei Jahre nach Einführung der ALTBAUNEU-Aktion Thermografie plus Energieberatung ziehen der Kreis und die teilnehmenden Kommunen eine sehr positive Bilanz. Das Trio aus Wärmebildern plus Energieberatung plus schriftlicher Dokumentation der Ergebnisse (Thermografie- und Beratungsbericht) ist bei den Hausbesitzern im Kreis Gütersloh auf fruchtbaren Boden gestoßen. Jedes Jahr nehmen rund 200 Privathaushalte das vom Kreis und der Kreishandwerkerschaft Gütersloh bezuschusste Dienstleistungsangebot wahr. Eine aktuelle Erstauswertung des beauftragten Energieberatungsbüros die bauwerkstadt gmbh aus Werther ergab, dass rund ein Viertel der Teilnehmer (48 Hausbesitzer) innerhalb von drei Jahren nach Durchführung der Aktion zirka 2,7 Millionen Euro in die Gebäudemodernisierung investierten. Pro eingesetzten Euro des Kreises und der Kreishandwerkerschaft wurden etwa 200 Euro Sanierungsvolumen ausgelöst. Eine beachtliche Quote, die zur Fortsetzung der ALTBAUNEU-Aktion in diesem Winter motiviert.
Die Thermografie entlarvt Schwachstellen, wie mangelhafte Isolierung, Wärmebrücken, schlecht dämmendes Fensterglas, defekte Fenster- und Türdichtungen, verzogene Rahmen oder Risse im Bauwerk. Die Ergebnisse werden anschließend vom unabhängigen Energieberater in sinnvolle Sanierungsmaßnahmen „übersetzt“ und münden in einen konkreten Sanierungsfahrplan. Eine Feindiagnose ist aber nur in Verbindung mit einer ausführlichen Beratung im/am Haus möglich. Deshalb empfiehlt der Kreis allen Interessenten, das Kombipaket mit dem 90-minütigen Beratungsgespräch zu Hause zu wählen.
Durch einen Zuschuss der Initiatoren halten sich die Kosten für die Teilnehmer der Aktion in Grenzen. Für die Thermografien plus 30-minütige Energieberatung im Rathaus zahlen die Bürger einen Eigenanteil von 125 Euro, für die Thermografien plus 90-minütige Energieberatung im Wohngebäude beläuft sich der Eigenanteil der Teilnehmer auf 159 Euro. Zum Leistungsumfang gehören bei beiden Varianten Tageslicht-aufnahmen zu den Wärmebildern und ein schriftlicher Thermografie- sowie ein Beratungsbericht.
Ab dem 7.November 2011 bis zum 21. Dezember 2011 können sich Interessenten aus Borgholzhausen, Halle (Westf.), Werther (Westf.), Steinhagen, Schloß Holte-Stukenbrock, Herzebrock-Clarholz, Rheda-Wiedenbrück und Langenberg bei dem vom Kreis Gütersloh beauftragten Energieberatungsbüro die bauwerkstadt GmbH in Werther (Westf.) für die Teilnahme an der Aktion anmelden. Wer sich bereits jetzt vormerken lassen will oder weitergehende Informationen zur Aktion wünscht, kann sich ab sofort telefonisch unter 05203 – 29666 20 oder per E-Mail unter thermografie@diebauwerkstadt.de an das Energieberatungsbüro die bauwerkstadt gmbh in Werther wenden.
Informationen sind zudem auf der ALTBAUNEU-Internetplattform des Kreises abrufbar (www.alt-bau-neu.de/kreis-guetersloh). Auskunft erteilt ebenso die Koordinierungsstelle Energie und Klima des Kreises Gütersloh unter Tel. 05241 – 85 2762 bzw. E-Mail Ursula.Thering@gt-net.de.
>Aktuelle Informationen über besonders sparsame Haushaltsgeräte bietet der Kreis Gütersloh seit Kurzem auf seiner Homepage www.kreis-guetersloh.de in der Rubrik Energie und Klima (→ Online-Ratgeber) an. Die dort gezeigte Internet-Datenbank erleichtert den Gerätevergleich.
Sie enthält circa 3.500 in Deutschland lieferbare Haushaltsgroßgeräte. Darunter sind etwa 1.950 Kühl- und Gefriergeräte, 600 Waschmaschinen, 850 Spülmaschinen, 200 Wäschetrockner und 60 Waschtrockner. Mit einer einfachen Menuführung kann man sich hieraus diejenigen Geräte auswählen, die die gewünschte Bauart, Bauform, Größe, Effizienz und andere jeweilige Leistungsmerkmale haben. Die in Frage kommenden Geräte werden zunächst in einer Übersichtsliste angezeigt, die nach Energieeffizienz sortiert ist. Aufschlussreich sind neben den Energieverbräuchen auch die Strom- und Wasserkosten bei 15-jähriger Nutzung der Geräte. Mit diesen Informationen gewappnet können Verbraucher dann bei Händlern Preisangebote für besonders sparsame Geräte einholen dabei schon abschätzen, was sie später für Betriebskosten haben werden.
Die Verbrauchsunterschiede erscheinen zunächst oft nur als „Stellen hinter dem Komma'. Man sollte sich aber nicht täuschen: Bei Waschmaschinen verursacht ein um 20 Liter höherer Wasserverbrauch in 15 Jahren etwa vermeidbare 290 € Mehrkosten. Bei Kühl- und Gefriergeräten kosten 100 kWh jährlicher Mehrverbrauch in 15 Jahren 350 € zusätzliche Stromkosten (zuzüglich Preissteigerungen beim Strom). „Besonders sparsame Geräte können im Lauf der Jahre wesentlich mehr an Strom- und Wasserkosten einsparen, als sie bei der Anschaffung teurer sind“, meint Ursula Thering von der Koordinierungsstelle Energie und Klima des Kreises Gütersloh.
Viele Verbraucher richten sich bei der Kaufentscheidung nach den bekannten Effizienzklassen des Eurolabels zur Kennzeichnung des Energieverbrauchs von Haushaltsgeräten. Da die Eurolabel-Systematik aber bereits viele Jahre alt ist, reicht dieser Maßstab inzwischen bei vielen Gerätearten nicht mehr aus. Für die Produktgruppen Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspülmaschinen und Waschmaschinen wurde allerdings Ende 2010 ein neues Energiespar-Label eingeführt. Damit können die vorteilhaften Effizienzklassen A+, A++ sowie die beste Klasse A+++ gekennzeichnet werden. Geräte der Energieeffizienzklasse A+++ verbrauchen etwa 60 % weniger Energie/Strom als Geräte der Energieeffizienzklasse A.
Da die neue Kennzeichnung erst in Kürze für Neugeräte der genannten Produktgruppen zur Pflicht wird und die Online-Datenbank des Kreises die jährlichen Strom- und Wasserkosten der unterschiedlichen Geräte - nach Bauart sortiert – direkt gegenüberstellt, sind alle Kaufinteressenten gut beraten, zusätzlich den Internetservice unter www.kreis-guetersloh.de (Rubrik Energie und Klima) als Entscheidungshilfe zu nutzen. Die Datenbank wird fortlaufend aktualisiert.
Eine kostenlose Broschüre zum Thema kann zudem bei der Koordinierungsstelle Energie und Klima des Kreises unter Tel. 05241 – 85 2762 oder unter Ursula.Thering@gt-net.de bestellt werden.
Gütersloh: Eine Initialberatung zu Hause ist für viele Hausbesitzer ein wichtiger Impuls zu weiteren Schritten, wie tiefer gehende Fachberatungen und die Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen. Das ergab die Auswertung der kreisweiten Haus-zu-Haus-Beratungsaktionen in den vergangenen Jahren. Drei bis vier Millionen Euro investierten beispielsweise die Teilnehmer/innen der ersten Aktion innerhalb eines Jahres nach den Gesprächen mit den Energieexperten in die Gebäudehülle und Heizungstechnik. Mit dem Ziel weitere Hausbesitzer zur energetischen Modernisierung zu bewegen, bieten der Kreis Gütersloh und neun Kommunen mit finanzieller Unterstützung der Kreishandwerkerschaft und einiger Kreditinstitute im Zeitraum September 2011 bis Februar 2012 erneut Energieberatungswochen an.
Die 15 neutralen Energieberater/innen, die im Rahmen der Aktion an den Haustüren zuvor ausgewählter Beratungsbezirke klingeln, bieten fachliche Unterstützung rund um die Themen Modernisieren, erneuerbare Energien und Energiesparen an. „Sie zeigen auf, welche Maßnahmen sinnvoll sind und wie sie umgesetzt und finanziert werden können“, umreißt Ursula Thering, Koordinatorin des Projektes beim Kreis, die Zielsetzung der Aktion.
Je Kommune kommen 140 bis 180 Haus- und Wohnungseigentümer in den Genuss des befristeten, kostenlosen Energieberatungsangebotes. Der Aktionszeitraum ist in jedem Ort auf zwei bis drei Wochen beschränkt. Damit die Bürger/innen frühzeitig von dem Angebot erfahren und wissen, welche beiden Energieberater/innen im Auftrag der Stadt kommen, erhalten Sie eine Woche vor Beginn der Aktion ein Schreiben ihres Bürgermeisters bzw. ihrer Bürgermeisterin. Zudem werden die beauftragten Energieberater über die lokalen Zeitungen bekannt gemacht und können sich mit einem Ausweis der Stadt oder Gemeinde ausweisen. Einige Kommunen bieten in begrenztem Umfang auch Besitzern von älteren, sanierungsbedürftigen Ein- oder Zweifamilienhäusern außerhalb des vorgegebenen Beratungsbezirkes eine kostenlose Erstberatung von etwa 45 Minuten Dauer an. Interessenten sollten sich bei Bedarf frühzeitig bei der örtlichen Umweltberatung melden.
Geplant sind die Energieberatungswochen vom 26. September bis 8. Oktober 2011 in Steinhagen und Schloß Holte-Stukenbrock, vom 16. bis 29. November in Halle (Westf.), vom 21. November bis 3. Dezember 2011 in Gütersloh und in Versmold. In Borgholzhausen, Herzebrock-Clarholz, Langenberg und Werther (Westf.) findet die Haus-zu-Haus-Beratungsaktion vom 23. Januar bis 4. Februar 2012 statt.
Weitere Informationen zum Ablauf und Inhalt der Beratungswochen vor Ort sind auf der Altbauneu-Internetplattform (www.alt-bau-neu.de/kreis-guetersloh) abrufbar. Auskunft erteilen weiterhin die Koordinierungsstelle Energie und Klima des Kreises Gütersloh unter Tel. 05241-85 2762 sowie die örtlichen Umweltberater/innen.
Kreis Gütersloh: Gut ein Viertel des Energieverbrauchs entfällt auf die Privathaushalte. Ein beachtlicher Anteil könnte ohne Verzicht auf Komfort eingespart werden. Dabei muss es nicht gleich eine Komplettsanierung sein. Das neu erschiene, handliche Taschenbuch des Kreises Gütersloh „Ruhig mal abschalten!“ zeigt, wo versteckte Energiefresser lauern und wo Verbraucher mit einfachen Handgriffen und Maßnahmen im Haushalt ihre Energiekosten senken können.
Jede Menge Spartipps – von der Reduzierung der Leerlaufverluste bei Geräten über den überlegten Kauf von Neugeräten bis hin zum richtigen heizen, Lüften und Kochen – werden kompakt und übersichtlich dargestellt. Weiterhin zeigt der Ratgeber Möglichkeiten auf, wie Verbraucher ihre Strom-Einsparpotenziale selbst checken können. Unter dem Motto „Watt kann ich sparen?“ wird auch auf die Stromsparberatung durch einen unabhängigen Energieexperten eingegangen.
„Egal, ob Verbraucher zur Miete oder in den eigenen vier Wänden wohnen, mit einigen wenigen Tricks und Kniffen werden aus vielen kleinen eingesparten Summen schnell ein paar hundert Euro pro Jahr“, ist sich Landrat Sven-Georg Adenauer sicher. „Dafür wird niemand in dunklen oder kalten Räumen sitzen oder große Investitionen tätigen müssen.“
Das „Energiesparbuch“ liegt ab sofort in den Rathäusern, den beiden Kreishäusern, bei den regionalen Energieversorgern sowie in den Volkshochschulen aus. Die Broschüre kann zudem unter www.kreis-guetersloh.de (Rubrik Energie und Klima) heruntergeladen oder unter Tel. 05241 – 85 2762 bzw. per Mail an Ursula-Thering@gt-net.de bei der Koordinierungsstelle Energie und Klima des Kreises angefordert werden.
Egänzend finden Interessenten auf der Homepage unter dem Stichwort „Energiesparangebote des Kreises“ eine Liste mit regionalen Verleihstellen von Strommessgeräten, die beim Aufspüren von Stromfressern im Haushalt sehr hilfreich sein können sowie eine Übersicht mit regionalen Energieberatungsangeboten und Kontaktadressen von Energieexperten vor Ort.
Kreis Gütersloh: „Die inhaltliche Gestaltung der Rubrik Energie und Klima auf den Internetseiten des Kreises hat mir sehr viel Spaß gemacht“, erklärt Stefanie Wrede aus Rheda-Wiedenbrück zum Abschluss ihres zwölfmonatigen Praktikums in der Koordinierungsstelle Energie und Klima des Kreises Gütersloh. „Ich habe dabei selbst konkrete Anregungen zum Energiesparen erhalten“. Ab sofort können sich Hausbesitzer und Mieter auf der Homepage des Kreises auch mit Hilfe zahlreicher Online-Ratgebern rund ums Bauen, Modernisieren und Wohnen beraten lassen und ihre Energiesparpotenziale aufdecken. Der Kreis bietet den Service in Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online mbH an. Die Ratgeber werden vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Klimaschutzkampagne gefördert und sind kostenlos nutzbar.
Das Thema Energiesparen brennt den Bürgern nicht erst seit Fukushima auf den Nägeln. „Immer mehr Privatpersonen nutzen zur Informationsbeschaffung das Internet“, erklärt Ursula Thering, Leitern der Koordinierungsstelle Energie und Klima des Kreises Gütersloh. „Mit der Einrichtung einer eigenständigen Rubrik Energie und Klima auf der Internetseite des Kreises möchten wir unser Informations- und Beratungsangebot für Privathaushalte ausbauen und mehr Service bieten“.
Für Häuslebauer hält der Kreis Informationen zum energiesparenden Neubau bereit. Die Bereiche Altbausanierung, erneuerbare Energien und Förderung sind eng mit der ALTBAUNEU-Internetplattform des Kreises verzahnt. Die Themenfelder „Energiesparen im Haushalt“ und „Mobilität“ ermöglichen die Sicht auf das eigene Verbrauchsverhalten. Die empfohlenen kleinen Handgriffe, die wenig oder nichts kosten, zeigen in der jährlichen Strom- und Heizkostenabrechnung vieler Haushalte große Wirkung. Die Anstrengungen und Erfolge des Kreises im Bereich des Klimaschutzes sind unter dem Stichwort „European Energy Award“ zusammengefasst.
Die interaktiven Ratgeber ergänzen die genannten Themenbereiche in idealer Weise. Sie liefern in wenigen Minuten aufschlussreiche Ergebnisse zu den Themen Energieeinsparung beim Heizen und Stromverbrauch, Modernisierung sowie Fördermittel und Informationen zu Energieausweisen. Für Mieter und Haiseigentümer gleichermaßen hilfreich ist beispielsweise der „Heizcheck“. Er ermöglicht eine erste Einschätzung des persönlichen Heizenergieverbrauchs. Der Modernisierungsratgeber“ informiert über die Wirschaftlichkeit und CO²-Vermeidung geplanter Maßnahmen an bestehenden Gebäuden. Der Förderratgeber filtert hierfür geeignete Förderprogramme heraus. Für Neubauer eignet sich der Ratgeber „Heizkosten im Neubau“, der verschiedene Heizsysteme miteinander vergleicht. Der „Energieausweis-Ratgeber“ informiert über die gesetztlichen Bestimmungen und ein „Best Practice Archiv“ dokumentiert erfolgreich moderniseierte Gebäudebeispiele aus der Nachbarschaft. Weitere Ratgeber ergänzen das Angebot.
Die Online-Energiesparratgeber sind unter www.kreis-guetersloh.de →Energie und Klima abrufbar. Für Fragen steht zudem die Koordinierungsstelle Energie und Klima des Kreises unter Tel. 05241- 85 2762 oder per E-Mail unter Ursula.Thering@gt-net.de zur Verfügung.
Gütersloh: Der Stromverbrauch der stillen Dauerläufer wird häufig unterschätzt. Alte Heizungspumpen im Keller sind richtige Stromfresser und verbrauchen meist mehr als Waschmaschine und Kühlschrank zusammen. Mit dem Einbau neuer Hocheffizienzpumpen kann dieses Problem gelöst werden.
Die „Sparpumpen“ sind nur dann aktiv, wenn sie wirklich gebraucht werden. „Der Pumpentausch ist mit Gesamtkosten von etwa 250 bis 400 Euro im Einfamilienhaus eine Maßnahme, die sich in wenigen Jahren rechnet“, erklärt Ursula Thering von der Koordinierungsstelle Energie und Klima des Kreises Gütersloh. „Egal für welche Pumpe man sich entscheidet – zuvor sollte ein Fachbetrieb bei Bedarf einen hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage ausführen. Nur dieses Verfahren garantiert, dass die Wärme im Gebäude wirklich gleichmäßig und energiesparend verteilt wird“, ergänzt Energieberater Bernd Geschermann von der EnergieAgentur.NRW in Wuppertal, die die ALTBAUNEU-Kampagne zur Heizungsoptimierung im Kreis Gütersloh fachlich unterstützt.
Für den Betrieb einer Pumpe kommen rund 5000 Arbeitsstunden und mehr im Jahr zusammen. Für Ein- oder Zweifamilienhäuser reichen 5 bis 25 Watt elektrische Pumpenleistung. In den meisten Kellern arbeiten aber Pumpen mit einer Leistung von 60 bis 130 Watt. Die alten Pumpen erzeugen auch einen unnötig hohen Druck in den Rohrleitungen und dadurch Strömungsgeräusche und pfeifende Ventile.
Die Leistung einer Heizungsumwälzpumpe sollte nicht mehr als 0,15 Watt pro m² Wohnfläche betragen. Für ein Einfamilienhaus mit 130 m² sind das höchstens 20 Watt elektrische Antriebsleistung. Eine Pumpe, selbsttätig regelnd zwischen 5 bis 25 Watt, reicht also für ein Einfamilienhaus aus.
Die Einsparung durch den Einbau einer neuen, kleineren Pumpe ist schnell errechnet. Beispiel: 100 Watt (alt) minus 20 Watt (neu) sind 80 Watt (eingespart) mal 5000 Betriebsstunden Jahresbetriebszeit ergibt 400 Kilowattstunden pro Jahr Einsparung. Bei 22 Cent pro kWh sind das 88 Euro Stromkosten-Einsparung pro Jahr. Eine neue Pumpe mit Einbau kostet etwa 250 bis 400 Euro. Bei einer Laufzeit von etwa 15 Jahren macht sie sich über ihre Lebensdauer mehr als doppelt bezahlt.
Die Hocheffizienzpumpen passen ihre Stromleistungsaufnahme selbsttätig den ständig wechselnden Druckverhältnissen im Rohrnetz an. Werden Thermostatventile zugedreht, weil weniger geheizt wird, laufen alte Pumpen unverändert weiter und verbrauchen unnötig Strom. Nicht so die Hocheffizienzpumpen. Steigt durch die geschlossenen Ventile der Druck im Rohrnetz, sinkt der Stromverbrauch der Pumpe und der oben genannte Einspareffekt erhöht sich noch. Die „Sparpumpen“ setzen auf zwei Effekte: Sie sind exakt dimensioniert (Pumpen mit kleiner Leistung) und sie passen ihre elektrische Leistung dem jeweiligen Bedarf an. Möglich wird das durch ihr modernes Antriebssystem, den Permanentmagnet-Motoren. Durch den Einsatz dieser Motoren erhöht sich der Wirkungsgrad von 10 auf 70 Prozent, der Stromverbrauch sinkt drastisch bis zu 80 Prozent.
Weitere Informationen zur Heizungsoptimierung sowie einen „Online-Pumpencheck“ finden Interessenten unter www.alt-bau-neu.de/kreis-guetersloh . Zudem weist der Kreis Gütersloh auf zwei Vortragsveranstaltungen zum Thema „Jetzt Heizung optimieren und Geld sparen“ hin:
Sonntag, 13. März 2011, 14.15 bis 14.45 Uhr: Tischlerei Mesken, Friedrichsdorfer Str. 54, in Avenwedde Bahnhof, Vortrag im Rahmen des sechsten Energiespartages in der Tischlerei, Referent: Frank Simon, unabhängiger Energieberater aus Gütersloh (Auskunft unter 05241 – 9769 0).
Dienstag, 15. März 2011, 19.30 bis 21.00 Uhr: Rathaus in Harsewinkel, Vortrag im Rahmen einer Aktionswoche zur Heizungsoptimierung, Referent: Peter Gödde, Energieberater der Stadt Harsewinkel, (Auskunft unter Tel. 05247-935 188)
Weitere Informationen sind bei der Koordinierungsstelle Energie und Klima des Kreises Gütersloh unter Tel. 05241 – 85 2762 oder Ursula.Thering@gt-net.de erhältlich.
Kreis Gütersloh. Mit dem Energieberatungs-Stand und der Vortragsreihe „Bauen und Sanieren“ landeten der Kreis Gütersloh und seine Kooperationspartner auf der Baumesse im A2 Forum in Rheda-Wiedenbrück wieder einen Volltreffer. Zahlreiche Besucher suchten bei dem Team aus neutralen Energie-, Umweltberatern, Architekten und Ingenieuren Rat. Fragen rund um die Altbausanierung und die erneuerbaren Energien bildeten einen Beratungsschwerpunkt. Auch das Interesse an dem Thema Heizungsoptimierung und an der Demonstration des hydraulischen Abgleichs durch Schüler des Reckenberg-Berufskollegs in Rheda-Wiedenbrück war riesig.
„Für die Schule ist die Kooperation mit dem Kreis auf der Messe in mehrfacher Hinsicht sehr wertvoll“, erklärt der verantwortliche Lehrer Dr. Norbert Claus. „Die Schüler sammeln Erfahrungen im Umgang mit Kunden. Gleichzeitig können wir am Stand auf die zweijährige schulische Ausbildung zum Staatlich geprüften Techniker in der Fachrichtung Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik aufmerksam machen.“ Der nächste Ausbildungsbeginn ist der 7. September 2011. Weitere Informationen zur Anmeldung sind unter www.reckenberg-berufskolleg.de erhältlich.
Am Energieberatungsstand des Kreises wurden zudem drei Heizungs-Checks nach DIN – gesponsert von der Innung Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik - verlost. Mit diesem Verfahren spüren geschulte Handwerker die Schwachstellen der Heizungs-anlage auf und halten konkrete Handlungsempfehlungen in einem Inspektionsbericht fest. Die glücklichen Gewinner, die aus rund 200 Teilnehmern am Gewinnspiel ausgelost wurden, heißen Anja Melzer aus Rheda-Wiedenbrück, Klaus Bernzen aus Gütersloh und Christel Remmert aus Rietberg.
Auch die acht Vortragsveranstaltungen waren mit etwa 430 Teilnehmern gut nachgefragt. „Wer die Vorträge nicht besuchen konnte, kann sie sich im Nachgang als Podcast herunterladen“, weist Ursula Thering, Organisatorin der Vorträge auf der Baumesse, auf den Service des Messeveranstalters (Mesa GmbH aus Düren) hin. Die Vortragsfolien stehen als Download zur Verfügung. (siehe Link)
Wer noch auf der Suche nach einem neutralen Energieberater ist, kann diesen in der Rubrik Lokale Dienstleister finden oder Kontakt mit der Koordinierungsstelle Energie und Klima des Kreises unter Tel. 05241 – 85 2762 oder Ursula.Thering@gt-net.de aufnehmen.
Gütersloh. Zum 6. Mal laden die Tischlerei Mesken und ihre Partner zum Energiespartag ein. Am 13. März stehen von 11 bis 17 Uhr Handwerksbetriebe, Finanzdienstleister und die Umweltexperten der Stadt Gütersloh bereit, um den Besuchern in allen Belangen beim Thema Energiesparen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. In diesem Jahr wird die Handwerkspräsidentin Lena Strothmann die Messe eröffnen.
Ein Schwerpunkt der umfassenden Hausmesse in den Produktionshallen der Firma Mesken ist in diesem Jahr die Heizungsoptimierung. Angesichts weiter steigender Preise für Energie kommt den innovativen Technologien besondere Bedeutung zu. Der harte Winter sowie die anziehenden Kosten für Energie haben gezeigt, dass das Thema „Einsparpotenziale“ in Haus und Wohnung weiterhin hohe Aktualität hat.
Neben den herkömmlichen technischen Möglichkeiten zeigen die Aussteller auch eine weitgehend noch unbekannte Ergänzung: Besonders energiesparend ist der hydraulische Abgleich von Heizungsanlagen. Im Rahmen seines Projektes „Altbauneu“ stellt der Kreis diese Maßnahme mit den Heizungsfachbetrieben Füchtenkord und Schröder am Aktionstag vor. Anhand des umfangreichen Informationsmaterials und eines Heizungsmodells werden die Energiesparpotenziale und die Wirtschaftlichkeit der Investition verdeutlicht. „Wer eine Altbausanierung oder einen Neubau plant, findet am Energiespartag alle Ansprechpartner unter einem Dach“, sagt Hermann Mesken. Die Messe der kurzen Wege ist der ideale Ort, um verschiedene Maßnahmen zur Energieersparnis effektiv zu kombinieren und sich umfassend beraten zu lassen. Natürlich werden auch bei der sechsten Auflage des Energiespartages wieder viele Innovationen zu sehen sein. Wie man das effiziente Lüften im Wortsinn in den Griff bekommen kann, zeigt Hermann Mesken an seinen neuesten Fenstermodellen. In den Fenstergriff sind eine Temperaturanzeige und ein Messgerät für die Luftfeuchtigkeit im Raum integriert. Ein winziger Prozessor im mit einer Batterie ausgestatteten Griff errechnet automatisch ein optimierendes Lüftungsverhalten. Damit bietet sich dem Bewohner ein wirkungsvoller Schutz vor Schimmelbildung und Feuchtigkeitsschäden. Eine LED-Anzeige oder ein akustisches Signal weisen darauf hin, dass es an der Zeit ist, frische Luft ins Haus zu lassen. „Ein kleiner Fortschritt, der große Wirkung entfalten kann“, sagt Hermann Mesken. Die Messdaten lassen sich mit der entsprechenden Software per Laptop auslesen. Somit lässt sich feststellen, ob die Wohnung entsprechend gut und richtig gelüftet wurde. Ein Service, der etwa im Streitfall zwischen Mieter und Vermieter für beide Seiten von Nutzen sein kann. „Zur Messe präsentieren wir einen Prototypen dieses intelligenten Fenstergriffs“, sagt Hermann Mesken.
Das Thema Altbausanierung bleibt ein Dauerbrenner für die Energieexperten und ihre Kunden. Entsprechend großen Raum nehmen Lösungen zu den Themen Dämmung, Austausch von Anlagen, Fenster und Türen und Heizung ein. Desweiteren wird über Photovoltaik, effiziente Lichttechnik und Holzschutz zur Schädlingsbekämpfung informiert. Mitarbeiter der Volksbank und Sparkasse zeigen Finanzierungswege auf und geben Tipps, wie sich Bauherren günstige Darlehen für ihre zukunftsweisenden Investitionen sichern können. Auch die Energieberater der Stadt Gütersloh der Stadtwerke und vom Gütersloher KlimaTisch sind wie gewohnt vor Ort, um mit ihrem Fachwissen den Messebesuchern Rede und Antwort zu stehen. Für das Messeflair sorgt wieder die Cafeteria als zentraler Treffpunkt für Fachgespräche.
Neben der Präsentation praktischer Beispiele zum Energiesparen bei Neubauten und insbesondere auch bei der Altbausanierung erfahren die Besucher bei den Fachvorträgen viele weitere nützliche Tipps.
11:30 Uhr Eröffnungsansprache Handwerkspräsidentin Lena Strothmann
12:15 Uhr „Neue Fenster und Haustüren – mehr als nur eine verbesserte Wärmedämmung!“
Ref. Ulrich Tschorn Gf. vom VFF Verband Fenster + Fassade Ffm.
13:15 Uhr Die neuen KfW-Programme 2011 – Finanzierungen mit öffentl. Subventionen und Zuschüssen Ref. Christian Hoischen, Prokurist NRW.Bank
14:15 Uhr Jetzt Heizung optimieren und Geld sparen! Ref. Frank Simon, Energieberater
15:15 Uhr Kontrollierte Wohnraumlüftung mit dezentralem Lüftungsgerät
Ref. Natalie Kühn, Prokuristin SK-Elektronik
Kreis Gütersloh: Jeder Bauherr, der eine Modernisierung oder einen Neubau plant und dabei ein gutes energetisches Ergebnis erzielen will, sollte das geballte Informations- und Beratungsangebot auf der Baumesse im A2-Forum in Rheda-Wiedenbrück vom 11. bis 13. Februar 2011 nutzen. Rund 200 Aussteller sind mit ihren Produktneuheiten und Dienst-leistungsangeboten am Start. Bei der Informationsflut der unterschiedlichen Anbieter und der Komplexität von Bau- und Modernisierungsmaßnahmen empfiehlt der Kreis vor Investitionsentscheidungen eine Anbieter-unabhängige Energieberatung zu Rate zu ziehen.
Am ALTBAUNEU-Stand des Kreises sind am Messewochenende durchgehend drei bis vier neutrale Energieberater für Erstberatungsgespräche zu Energiefragen im Einsatz. Gern können die Verbraucher auch ihre aktuellen Strom- und Heizkostenabrechnungen mitbringen. Die Umweltberater/innen einiger Städte und Gemeinden unterstützen die Energieexperten bei der Arbeit. Bei Bedarf können Interessenten mit den unabhängigen Beratern am Stand auch Termine für eine umfassende Energieberatung zu Hause vereinbaren oder Kontaktdaten von unabhängigen Energieberatern vor Ort erfragen.
Wer wissen will, was sich hinter dem hydraulischen Abgleich einer Heizungsanlage verbirgt, ist ebenfalls am ALTBAUNEU-Stand des Kreises richtig. Mit Hilfe eines Heizungsmodells veranschaulichen Fachschüler des Reckenberg-Berufskollegs unter Leitung von Dr. Norbert Claus das Verfahren und zeigen mögliche Energieeinspar-potenziale auf. Zudem werden drei Gutscheine für Heizungs-Checks verlost, die qualifizierte Heizungsfachbetriebe im Rahmen der ALTBAUNEU-Kampagne zur Heizungsoptimierung anbieten.
Ebenso informativ und hilfreich sind die vom Kreis und der Kreishandwerkerschaft organisierten, kostenfreien Vorträge rund ums Bauen und Sanieren.
Weitere Informationen sind unter www.alt-bau-neu.de/kreis-guetersloh erhältlich. Für Fragen steht zudem die Koordinierungsstelle Energie und Klima des Kreises Gütersloh unter Telefon 05242 – 85 2762 oder unter der E-Mail-Adresse Ursula.Thering@gt-net.de zur Verfügung. Organisatorische Hinweise vom Messeveranstalter sowie ein Ausstellerverzeichnis sind im Internet unter www.baumesse.de oder per Telefon unter 02506 – 303594 abrufbar.
Nur etwa jede zehnte Heizungsanlage in Deutschland ist auf dem neuesten Stand. Dabei lohnt sich eine Kontrolle, wie Stefanie Scharf, Umweltbeauftragte der Stadt, betont. „Im Einzelfall lassen sich bis zu 20 Prozent Energie einsparen“, sagt sie. Doch mit der Ausstellung alleine gibt sich der Kreis Gütersloh nicht zufrieden. Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern können jetzt ihre Heizung kontrollieren lassen. Dieser Check wird zum Aktionspreis von 130 Euro angeboten. Verbindliche Anmeldungen nimmt Stefanie Scharf bis zum 8. Februar entgegen, Tel. 0 52 07 - 8 90 82 27. Berechtigt, einen Heizungscheck durchzuführen, sind nur zertifizierte Firmen. In Schloß Holte-Stukenbrock sind das: Altmann & Ruhland, Bökamp, Tanja Quakernack und die Vario tech GmbH. Bei dem „hydraulischen Abgleich“ wird geprüft, wie viel warmes Wasser bei den Heizkörpern ankommen muss. „Viele Anlagen sind überdimensioniert und verbrauchen deshalb zu viel Wasser und Strom“, erklärt Olaf Schneider von der Firma Bökamp. OO Der Heizungscheck ist in erster Linie eine Beschreibung des aktuellen Zustands der Heizung und damit Voraussetzung für die Planung weitergehender Maßnahmen zur Erhöhung der Effizienz und zur besseren Ausnutzung der Energie.
Eingebunden in die Energiesparaktion sind auch die Energieberater der Stadt, Bettina Berenbrinker und Frank Ottenströer, die 14-tägig im Rathaus zur Verfügung stehen. Berenbrinker hält am Dienstag 25. Januar, ab 19 Uhr einen Vortrag im Rathaus über den hydraulischen Abgleich, bei dem sie auch anhand eines Modells mögliche Einsparpotenziale vorführt. Ottenströer erläutert am Montag, 31. Januar, ebenfalls ab 19 Uhr im Rathaus den Heizungscheck. Unter den Besuchern beider Vorträge werden drei Heizungschecks verlost.
„Schön, dass so viele gekommen sind. Das Thema scheint gerade zur kalten Jahreszeit viele Menschen zu interessieren“, sagte Marianne Vaske von der Umweltberatung der Gemeindeverwaltung Steinhagen zu Beginn. Im Zuge der Kampagne „Schöner heizen, leiser sparen – alles bestens, weil geregelt“ des Kreises Gütersloh referiert Gerd Lemmen, Obermeister der Sanitär-, Heizungs- und Klima Innung, über Optimierungsmethoden für Heizungsanlagen.
„Eine Optimierung ist nicht nur gut für den Geldbeutel, sondern auch gut für die Umwelt“, erklärt der selbständige Heizungsbauer aus Rheda-Wiedenbrück. Heizungsanlagen seien oft nicht gut abgeglichen, sodass nicht immer alle Räume im Haus gleichzeitig warm werden. Ein solcher Abgleich könne einen erheblichen Spareffekt mit sich bringen, erklärt Lemmen.
Damit ein Fachmann die Optimierung durchführen kann, ist vorher ein Heizungscheck erforderlich. Dieser beinhaltet eine grundlegende Untersuchung der Heizung vom Wärmeerzeuger bis zum Heizkörper. Ein Protokoll dient als Grundlage für eventuelle Optimierungsmaßnahmen. Der Heizungscheck, der nach der Norm DIN EN 15378 durchgeführt wird, kann noch bis zum 31. Januar für den vergünstigten Preis von 130 Euro beantragt werden. Die Anträge dafür gibt es in der Umweltberatung der Gemeindeverwaltung Steinhagen, zusammen mit weiteren Informationen. Bereits während des Infoabends gewannen Güter Meise, Gerhard Rokokski und Sebastian Klopfer aus Steinhagen einen kostenlosen Heizungscheck.
Voll besetzt war der Saal im ImmobilienZentrum der Sparkasse Gütersloh am 17. Januar 2011 bei den Vorträgen zur Heizungsoptimierung und zum Heizungs-Check nach DIN. Bernd Geschermann von der Energieagentur NRW und Dr. Norbert Claus vom Reckenberg-Berufskolleg wussten das Thema verständlich und interessant rüberzubringen. Typische Schwachstellen an Heizungen wurden beleuchtet und konkrete Optimierungsmaßnahmen vorgestellt. An einem Heizungsmodell veranschaulichte Dr. Claus beispielhaft, dass der Einbau einer Hocheffizienzpumpe und die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs jede Menge Energie spart.
Die Kampagne ALTBAUNEU des Kreises Gütersloh legt dieses Jahr den Schwerpunkt auf das Thema Heizung. Sechs Besucher des Vortrages hatten besonderes Glück: Sie haben einen Heizungs-Check nach DIN gewonnen, gesponsert durch die Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik und die Sparkasse Gütersloh.
Wer nicht zu den glücklichen Gewinnern gehört, kann im Rahmen der Kampagne in Gütersloh noch bis 31.Januar 2011 für sein Ein- oder Zweifamilienhaus einen solchen Check zu einem Sonderpreis bekommen (130 statt 185 Euro).
Weitere Informationen auf der Homepage www.klimaschutz.guetersloh.de oder bei Bernd Schüre, Tel. 82-2089. Ähnliche Veranstaltungen mit Sonderkonditionen gibt es auch für andere Kommunen des Kreises, die sich an der Aktion beteiligen. Auskunft hierzu erteilt der Kreis Gütersloh unter Tel. 05241 85-2762.
Bottrop. Die Anstrengungen des Kreises Gütersloh auf dem Energiesektor sind am Donnerstagabend in Bottrop belohnt worden: NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel überreichte Landrat Sven-Georg Adenauer den European Energy Award. Als einer der ersten Kreise bundesweit hatte sich der Kreis Gütersloh dem Wettbewerb gestellt und wurde zusammen mit dem Nachbarkreis Warendorf als erster Kreis in NRW für seinen nachhaltigen Umgang mit Energie ausgezeichnet. Neben den beiden Kreisen wurden 26 Kommunen ausgezeichnet, darunter Borgholzhausen, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg und Schloss Holte-Stukenbrock.
Johannes Remmel, NRW-Klimaschutzminister, betonte die Vorreiterrolle der Kommunen und Kreise: „Klimaschutz? Wer soll den tragen? Sie zusammen mit Ihren Bürgerinnen und Bürgern!“ Ökologische und ökonomische Argumente passten sehr gut zusammen, meinte der Minister und kündigte ein neues Instrument an, das das Land den Kommunen zur Verfügung stellen wolle: Ein so genanntes CO2-Bilanzierungsmodul.
Landrat Sven-Georg Adenauer nahm Seite an Seite mit seinem Kollegen Dr. Olaf Gericke, Landrat Kreis Warendorf, den Preis aus den Händen von Minister Remmel entgegen – zwei Landräte als Pioniere: „Mich freut heute besonders, dass der Kreis Gütersloh mit seinen Kommunen in Bottrop so stark vertreten ist. Wir bringen zusammen immerhin fünf von 28 Auszeichnungen aus Bottrop mit. Das zeigt, dass wir hier im Kreis Gütersloh gemeinsam ehrgeizige Ziele im nachhaltigen Umgang mit der Energie verfolgen.“ Weitere Teilnehmer am eea-Wettbewerb aus dem Kreis Gütersloh: Auch Halle/Westf. und Herzebrock-Clarholz sind dabei, Verl und Harsewinkel sind bereits zertifiziert.
Beim Kreis Gütersloh nahm im Jahr 2009 ein 13-köpfiges Team aus allen energierelevanten Abteilungen der Verwaltung die Arbeit auf. Außer dem Kreis Gütersloh nahmen nur der Kreis Warendorf und der Rheinisch-Bergische Kreis am Modellversuch „European Energy Award für Landkreise“ teil. Vorbilder gab es nicht, der EEA-Wettbewerb war zuvor Kommunen vorbehalten. Zunächst stand eine Bestandsaufnahme an, dann wurden konkrete Maßnahmen entwickelt, wie der Klimaschutz nachhaltig verfolgt werden kann. Bei dem europäischen Zertifizierungsverfahren werden die Bereiche Entwicklungsplanung, Gebäude und Anlagen, Ver- und Entsorgung, Mobilität, interne Organisation sowie Kommunikation und Kooperation nach einer fundierten Bestandsaufnahme einer Bewertung unterzogen.
Bereits seit 1995, seit dem ersten Klimaschutzprogramm, arbeitet der Kreis Gütersloh intensiv auf dem Energiesektor. Im Rahmen des EEA-Wettbewerbs fanden besonders drei Projekte mit hoher Außenwirkung Beachtung:
1. Die konsequente energetische Sanierung der eigenen Gebäude. Als das Konjunkturprogramm II die finanziellen Mittel zur Verfügung stellte, konnte der Kreis Gütersloh dank zuvor erstellter Energiegutachten schnell zur Umsetzung übergehen. 40 Prozent weniger Kohlendioxid soll bis 2020 ausgestoßen werden (Vergleichsjahr 1998). 26 Prozent konnte der Kreis in den letzten zwölf Jahren bereits einsparen. Aufgrund der Energiegutachten ist ein Investitionsvolumen von 6,8 Millionen Euro ermittelt worden. 4,7 Millionen sind bereits beauftragt.
2. Mit der Energieberatungs-Initiative ALTBAUNEU unterstützt der Kreis Gütersloh private Hausbesitzer bei der energetischen Modernisierung ihrer Wohngebäude. Hier wird eine Verdopplung der Sanierungsquote bis 2015 angestrebt. Ebenso war und bleibt die Biomassenutzung ein wichtiges Handlungsfeld. Im Februar 2010 ist auf dem Kreisbauhof in Wiedenbrück eine Holzhackschnitzel-Heizungsanlage in Betrieb gegangen, in der der Heckenschnitt, der entlang der Kreisstraßen anfällt, verheizt wird.
Kreis Gütersloh. Werden einzelne Heizkörper im Haus nicht richtig warm? Ist nachts ein Pfeifen von Thermostatventilen zu hören? Dann ist die Heizungsanlage möglicherweise nicht richtig eingestellt. Und das kostet bei steigenden Energiepreisen richtiges Geld.
Einstellung lohnt
'Oft kann schon durch die richtige Verteilung der Wassermengen in der Heizungsanlage der Energieverbrauch ohne größere Investitionen deutlich gesenkt werden“, erklärt Ursula Thering, Leiterin der Koordinierungsstelle Energie und Klima des Kreises Gütersloh. Der Fachbegriff für die Optimierungsmaßnahme heißt „hydraulischer Abgleich“. Da die Maßnahme günstig und gleichzeitig enorm effektiv ist, werben der Kreis, die Kommunen und die Heizungsfachbetriebe in diesem Winter verstärkt für die richtige Einstellung der Heizungsanlage. Aktionswochen mit Vorträgen und Demonstrationen am Modell sollen Hausbesitzer kreisweit von der Durchführung und Wirtschaftlichkeit des hydraulischen Abgleichs überzeugen.
Unter dem Wortungetüm „hydraulischer Abgleich“ versteht man die Einstellung der jeweils ausreichenden Heizungswassermengen für jeden Heizkörper im Haus. Erst wenn jeder Heizkörper mit dem richtigen Druck arbeitet und die Leistung der Heizkörper zur sogenannten Heizlast im jeweiligen Raum passen, arbeitet die Anlage effizient. Der Strom- und Heizenergieverbrauch wird deutlich reduziert. Projektstudien haben gezeigt, dass das Einsparpotenzial pro Jahr für ein Einfamilienhaus häufig über 150 Euro beträgt.
Schwachstellen aufspüren
Der Heizungsfachmann führt zunächst einen Heizungs-Check durch, um alle Schwachstellen umfassend aufzuspüren. Für den hydraulischen Abgleich notiert er alle relevanten haus- und raumspezifischen Parameter. Dann berechnet er die Heizlast für jeden Raum anhand der Außenflächen, also Wänden, Decken, Fußböden, Fenstern und Türen. Die Heizlast wird dann mit der Heizleistung der vorhandenen Heizkörper verglichen. Zusätzlich wird die Entfernung des Heizkörpers zur Heizungspumpe berücksichtigt. Aus all diesen Größen werden die Einstellwerte für jeden einzelnen Heizkörper berechnet und wieder vor Ort umgesetzt.
Den richtigen Druck herstellen
Die Einstellung erfolgt vor allem über die sogenannten Thermostatventile direkt an den Heizkörpern: „Sinn des hydraulischen Abgleichs ist es, an allen Heizkörpern den richtigen Wasserdruck zur Verfügung zu stellen“, erklärt Gerd Lemmen, Obermeister der Innung Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. „Dies geschieht, indem Heizkörpern mit zu hohem Druck ein hydraulischer Widerstand vorgeschaltet wird. Er ist bei voreinstellbaren Thermostatventilen wählbar, indem verschieden große Lochblenden (Widerstände) eingestellt werden. Wenn im Altbau keine voreinstellbaren Ventile vorhanden sind, können diese in aller Regel nachgerüstet werden. Alte ungereregelte Pumpen sind ebenfalls durch moderne, geregelte Hocheffizienzpumpen zu ersetzen. Die passende Heizkurve, die die Vorlauftemperatur in Abhängigkeit von der Außentemperatur bestimmt, wird an der Heizungsregelung eingestellt.
Informationsangebote nutzen
Der Kreis Gütersloh empfiehlt wegen der Komplexität des Themas, das Informationsangebot der Kommunen im Rahmen von Aktionstagen zur Heizungsoptimierung zu nutzen. Der aktuelle kreisweite Veranstaltungskalender steht auf der Internetplattform www.alt-bau-neu.de/kreis-guetersloh als Download zur Verfügung (Artikel: Informationen zur Kampagne Heizungsoptimierung). Die zurzeit geplanten Vortragsveranstaltungen sind nachfolgendem Schaukasten zu entnehmen. Informationsmaterial ist zudem beim Kreis Gütersloh unter Telefon 05241/85-2762 oder per E-Mail unter Ursula.Thering@gt-net.de erhältlich.
Vorträge im Rahmen der Kampagne „Heizungsoptimierung“ (ohne Gewähr)
Montag, 17. Januar 2011, 19 bis 21 Uhr, ImmobilienZentrum der Sparkasse Gütersloh
Konrad-Adenauer-Platz 1, Gütersloh
1. Vortrag: Heizungstechnik und hydraulischer Ableich
Referent: Bernd Geschermann, EnergieAgentur.NRW
2. Vortrag: Der hydraulische Abgleich von Heizungsanlagen - Hintergründe und Einsparpotenziale –
Referent: Dr. Norbert Claus, Reckenberg-Berufskolleg, Rheda-Wiedenbrück
Veranstalter: Stadt Gütersloh und Sparkasse Gütersloh; Anmeldung unter 05241/822089 erwünscht.
Dienstag, 18. Januar 2011, 19 bis zirka 20.30 Uhr, Rathaus in Steinhagen
Vortrag „Jetzt Heizung optimieren und Geld sparen“
Referent: Gerd Lemmen, Innung Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Gütersloh,
Veranstalter: Gemeinde Steinhagen in Kooperation mit der Stadt Halle (Westf.),
Auskunft unter Telefon 05204/997111 oder unter 05201/183136
Donnerstag, 20. Januar 2011, 19.30 bis 21 Uhr, Bürgerbegegnungsstätte Haus Werther
Schloßstraße 36 in Werther (Westf.)
Vortrag „Heizungs-Check und Heizungsoptimierung“
Referenten: Energieberater Oliver Erdmann, die bauwerkstadt GmbH in Werther (Westf.), und Gerd Lemmen, Obermeister der Innung Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Gütersloh
Veranstalter: Stadt Werther (Westf.), Auskunft unter Telefon 05203/70548
Dienstag, 25. Januar 2011, 19 bis 20.30 Uhr, Rathaus in Schloß Holte-Stukenbrock
Vortrag und Demonstration zum Thema „Heizungsoptimierung und hydraulischen Abgleich“
Referentin: Energieberaterin Bettina Berenbrinker, BB-Energieberatung, Schloß Holte-Stukenbrock
Veranstalter: Stadt Schloß Holte-Stukenbrock, Auskunft unter Telefon 05207/8905227
Samstag, 12. Februar 2011, 15 bis 16 Uhr, A2 Forum in Rheda,
Gütersloher Straße 100
(Veranstaltung im Rahmen der Baumesse)
Vortrag „Jetzt Heizung optimieren und Geld sparen“
Referent: Gerd Lemmen, Innung Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Gütersloh
Veranstalter: Kreis Gütersloh und Kreishandwerkerschaft,
Auskunft unter Telefon 05241/85-2762
Sonntag, 13. März 2011, 14 bis 14.30 Uhr, Tischlerei Mesken in Gütersloh,
Friedrichsdorfer Straße 54 in Avenwedde-Bahnhof,
„Jetzt Heizung optimieren und Geld sparen“, Vortrag und Demonstrationen am Heizungsmodell im Rahmen des 6. Energiespartages in der Tischlerei;
Referent: N. N. Veranstalter: Mesken Tischlerei GmbH, Auskunft unter Telefon 05241/97690.
Voll besetzt war der Große Sitzungssaal im Rathaus Rheda am 22. November 2010 bei dem Vortrag zur Heizungsoptimierung und zum Heizungs-Check nach DIN. Bernd Geschermann von der Energieagentur NRW und Dr. Norbert Claus vom Reckenberg-Berufskolleg wussten das Thema verständlich und interessant rüber zu bringen. Typische Schwachstellen an Heizungen wurden beleuchtet und konkrete Optimierungsmaßnahmen vorgestellt. An einem Heizungsmodell veranschaulichte Dr. Claus beispielhaft, dass der Einbau einer Hocheffizienzpumpe und die Durchführung eines hydraulischen Abgleiches jede Menge Energie spart.
Die Kampagne ALTBAUNEU des Kreises Gütersloh legt dieses Jahr den Schwerpunkt auf das Thema Heizung. Drei Besucher des Vortrages hatten besonderes Glück: Sie haben einen Heizungs-Check nach DIN gewonnen, gesponsert durch die Innung für Sanitär, Heizung und Klima. Die Gewinner aus Rheda-Wiedenbrück sind Vroni Korsmeier, Detlef Genser und Karl-Heinz Wilmskötter.
Wer nicht zu den glücklichen Gewinnern gehört, kann im Rahmen der Auftaktwoche in Rheda-Wiedenbrück noch bis 30.11.2010 für sein Ein- oder Zweifamilienhaus einen solchen Check zu einem Sonderpreis bekommen (130 statt 185 Euro).
Weitere Informationen auf der Homepage www.rheda-wiedenbrueck.de oder bei Umweltberaterin Dorothee Kohlen, Tel. 963-234. Ähnliche Sonderkonditionen gibt es auch für andere Kommunen des Kreises, die sich an der Aktion beteiligen. Auskunft hierzu erteilt der Kreis Gütersloh unter Tel. 05241 85-2762.
Kreis Gütersloh. „Auf die richtige Einstellung kommt es an – nicht nur im Leben, sondern auch bei der Heizungsanlage.“ Das machten Fachbereichsleiter Frank Scheffer vom Kreis Gütersloh, Bürgermeister Theo Mettenborg, sowie Gerd Lemmen, Obermeister der Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Gütersloh, zum Auftakt der kreisweiten ALTBAUNEU-Kampagne zur Heizungsoptimierung am 16. November 2010 im Rathaus von Rheda-Wiedenbrück vor zahlreichen Besuchern deutlich. Vor allem Akteure und Multiplikatoren wie Handwerker, Architekten und Energieberater sowie Vertreter der Kommunen und der Kreditinstitute informierten sich über Hintergründe und Zielsetzungen der kreisweiten Aktion.
Praxiserfahrungen zeigen, dass viele Heizungsanlagen nicht richtig eingestellt sind. Durch eine Optimierung dieser Anlagen lassen sich im Einzelfall 10 bis 20 Prozent Energie einsparen. Dieses Einsparpotenzial wollen der Kreis Gütersloh und die Kommunen in Kooperation mit der Innung Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik und den beteiligten Fachbetrieben erschließen. Mit einer kleinen Wanderausstellung, Vorträgen und Demonstrationen in den Kommunen sowie intensiver Pressearbeit werden Hausbesitzer in den nächsten Monaten zur Umsetzung von Maßnahmen animiert.
Der Schwerpunkt der Kampagne liegt auf der Bewerbung des Heizungs-Checks nach DIN sowie auf dem hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage als eine wesentliche Optimierungsmaßnahme, die bei vielen Anlagen fehlt. Im Rahmen von Heizungswochen, die in den Kommunen durchgeführt werden, erhalten Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern den Heizungs-Check zum Aktionspreis von 130 € statt 185 €. „Ich als Fachbereichsleiter bin froh, dass sich so viele Akteure in einer vorbildlichen Zusammenarbeit um Änderungstechniken des umweltschonenden Verhaltens kümmern“, erklärte Frank Scheffer, Fachbereichsleiter Bauen und Umwelt Kreis Gütersloh, in seinem Grußwort. „Gerade die Beratung, die das Projekt ALTBAUNEU kennzeichnet, ist hier ein unerlässlicher Bestandteil.'
Rund 70 Handwerksbetriebe haben sich bislang für die Durchführung des Heizungs-Checks zertifizieren lassen. „Die Inspektion beinhaltet Messungen am Wärmeerzeuger sowie Sichtprüfungen am Wärmeverteiler und an den Wärmeübergabestellen“, führte Gerd Lemmen, Obermeister der Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, während der Auftaktveranstaltung aus. „Das objektive und umfassende Verfahren mündet in konkreten Handlungsempfehlungen.“ Sinnvolle Maßnahmen können zum Beispiel sein: Die Regelung oder Neuinstallation der Heizungspumpe, die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs und der Einbau voreinstellbarer Thermostatventile. Dr. Norbert Claus, Lehrer vom Reckenberg-Berufskolleg in Rheda-Wiedenbrück, demonstrierte, wie durch einen hydraulischen Abgleich jeder Heizungskörper in einer Heizungsanlage sofort die passende Wassermenge erhält. Strömungsgeräusche an den Heizkörperventilen werden vermieden und die Umwälzpumpe braucht bis zu 25 Prozent weniger Energie. Des Weiteren veranschaulichte er, dass durch den Einbau von so genannten Hocheffizienzpumpen der Strombedarf und somit die Stromkosten um weitere 50 Prozent gesenkt werden können.
Weitere Informationen zur Kampagne, den vorläufigen Veranstaltungskalender sowie den Vortrag von Gerd Lemmen finden Sie unter dem angegebenem Link unten oder beim Kreis Gütersloh unter Telefon 05241/85-2762 oder per E-Mail an Ursula.Thering@gt-net.de.
In der Rubrik Lokale Dienstleister finden Sie zusätzlich eine aktuelle Liste mit Kontaktdaten von Handwerksbetrieben, die den Heizungs-Check nach DIN durchführen.

