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Kreis Gütersloh Koordinierungsstelle Energie und Klima Ursula Thering
In Kooperation mit
Gebäudesanierung NRW
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Wärmebrücken
Wärmebrücken -
Schwachstellen in der Wärmedämmung
An einigen Stellen der Gebäudehülle entweicht die Wärme
schneller als in der unmittelbaren Umgebung. Im Winter ist dieser Effekt oft zu
beobachten, wenn der Schnee bzw. Reif auf schlecht isolierten Dächern überall
dort zuerst abtaut, wo die Dämmung geschwächt ist - z.B. dort, wo die warmen
Gebäudetrennwände unter die Dachhaut stoßen. Dieser Effekt wird als Wärmebrücke
bezeichnet (fälschlicherweise manchmal auch als Kältebrücke).
Von konstruktiven Wärmebrücken spricht man, wenn aufgrund
von mangelhafter Planung oder Ausführung die Materialstärke geschwächt ist oder
die Wärmedämmung ungleichmäßig ausfällt bzw. unterbrochen wird. Typische
Beispiele sind Heizkörpernischen oder gut leitende Betondecken, welche die
Außenwand ohne zusätzliche Dämmschicht durchdringen. Nicht thermisch getrennte
Balkone wirken sogar wie regelrechte Kühlrippen.
Aber auch
die Gebäudegeometrie hat Auswirkungen: jede Außenecke ist z.B. eine
'geometrische' Wärmebrücke, weil dort einer kleineren, warmen Innenseite eine
größere, abkühlende Außenseite gegenüber steht. In beiden Fällen ist der
Wärmeverlust höher als dies nach dem Dämmstandard (U-Wert) eigentlich zu
erwarten wäre - bis zu 20%.
Energieverschwendung und Feuchteprobleme
Wärmebrücken bedeuten nicht nur erhöhte Energieverluste,
sondern sind häufig auch eine Ursache für Schimmelpilzbefall, manchmal sogar
für schwere Bauschäden. Die warme und feuchte Raumluft kühlt sich an den
Wärmebrücken besonders stark ab. Da kalte Luft jedoch weniger Feuchtigkeit
aufnehmen kann als warme, kann es dazu kommen, dass die Feuchtigkeit
kondensiert und 'Tauwasser' ausfällt - Sie kennen den Effekt von eisgekühlten
Getränken, deren Glas im Sommer beschlägt. Die Feuchtigkeit stellt einen
idealen Nährboden für Schimmelpilze dar, durch die an der gesamten Bausubstanz
Schaden entstehen kann.
Wärmebrücken sind daher soweit wie möglich zu vermeiden
bzw. deren Wirkung zu minimieren, insbesondere wenn, z.B. nach einer
Fenstererneuerung, der unkontrollierte Luftaustausch und damit auch die
Feuchtigkeitsabfuhr verringert wird: Dies erfordert eine sorgfältige Planung
und saubere Ausführung aller dämmtechnischen Details. Kritisch sind v.a. der
Übergang zwischen Wand und Fenstern bzw. Dach sowie die Innendämmung. So
sollten z.B. die Fensterlaibungen immer einige Zentimeter überdämmt werden.