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Empfehlung des Kreises und der EnergieAgentur.NRW: Nach dem hydraulischen Abgleich der Heizung auch eine Hocheffizienzpumpe einbauen lassen. Das spart nachhaltig Energie und schont den Geldbeutel.
01.03.2011: Heizung hydraulisch abgleichen und Sparpumpe einsetzen
ALTBAUNEU-Initiative empfiehlt Heizungsoptimierung

Gütersloh: Der Stromverbrauch der stillen Dauerläufer wird häufig unterschätzt. Alte Heizungspumpen im Keller sind richtige Stromfresser und verbrauchen meist mehr als Waschmaschine und Kühlschrank zusammen. Mit dem Einbau neuer Hocheffizienzpumpen kann dieses Problem gelöst werden.

Die „Sparpumpen“ sind nur dann aktiv, wenn sie wirklich gebraucht werden. „Der Pumpentausch ist mit Gesamtkosten von etwa 250 bis 400 Euro im Einfamilienhaus eine Maßnahme, die sich in wenigen Jahren rechnet“, erklärt Ursula Thering von der Koordinierungsstelle Energie und Klima des Kreises Gütersloh. „Egal für welche Pumpe man sich entscheidet – zuvor sollte ein Fachbetrieb bei Bedarf einen hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage ausführen. Nur dieses Verfahren garantiert, dass die Wärme im Gebäude wirklich gleichmäßig und energiesparend verteilt wird“, ergänzt Energieberater Bernd Geschermann von der EnergieAgentur.NRW in Wuppertal, die die ALTBAUNEU-Kampagne zur Heizungsoptimierung im Kreis Gütersloh fachlich unterstützt.

Für den Betrieb einer Pumpe kommen rund 5000 Arbeitsstunden und mehr im Jahr zusammen. Für Ein- oder Zweifamilienhäuser reichen 5 bis 25 Watt elektrische Pumpenleistung. In den meisten Kellern arbeiten aber Pumpen mit einer Leistung von 60 bis 130 Watt. Die alten Pumpen erzeugen auch einen unnötig hohen Druck in den Rohrleitungen und dadurch Strömungsgeräusche und pfeifende Ventile.
Die Leistung einer Heizungsumwälzpumpe sollte nicht mehr als 0,15 Watt pro m² Wohnfläche betragen. Für ein Einfamilienhaus mit 130 m² sind das höchstens 20 Watt elektrische Antriebsleistung. Eine Pumpe, selbsttätig regelnd zwischen 5 bis 25 Watt, reicht also für ein Einfamilienhaus aus.

Die Einsparung durch den Einbau einer neuen, kleineren Pumpe ist schnell errechnet. Beispiel: 100 Watt (alt) minus 20 Watt (neu) sind 80 Watt (eingespart) mal 5000 Betriebsstunden Jahresbetriebszeit ergibt 400 Kilowattstunden pro Jahr Einsparung. Bei 22 Cent pro kWh sind das 88 Euro Stromkosten-Einsparung pro Jahr. Eine neue Pumpe mit Einbau kostet etwa 250 bis 400 Euro. Bei einer Laufzeit von etwa 15 Jahren macht sie sich über ihre Lebensdauer mehr als doppelt bezahlt.

Die Hocheffizienzpumpen passen ihre Stromleistungsaufnahme selbsttätig den ständig wechselnden Druckverhältnissen im Rohrnetz an. Werden Thermostatventile zugedreht, weil weniger geheizt wird, laufen alte Pumpen unverändert weiter und verbrauchen unnötig Strom. Nicht so die Hocheffizienzpumpen. Steigt durch die geschlossenen Ventile der Druck im Rohrnetz, sinkt der Stromverbrauch der Pumpe und der oben genannte Einspareffekt erhöht sich noch. Die „Sparpumpen“ setzen auf zwei Effekte: Sie sind exakt dimensioniert (Pumpen mit kleiner Leistung) und sie passen ihre elektrische Leistung dem jeweiligen Bedarf an. Möglich wird das durch ihr modernes Antriebssystem, den Permanentmagnet-Motoren. Durch den Einsatz dieser Motoren erhöht sich der Wirkungsgrad von 10 auf 70 Prozent, der Stromverbrauch sinkt drastisch bis zu 80 Prozent.

Weitere Informationen zur Heizungsoptimierung sowie einen „Online-Pumpencheck“ finden Interessenten unter www.alt-bau-neu.de/kreis-guetersloh . Zudem weist der Kreis Gütersloh auf zwei Vortragsveranstaltungen zum Thema „Jetzt Heizung optimieren und Geld sparen“ hin:

Sonntag, 13. März 2011, 14.15 bis 14.45 Uhr: Tischlerei Mesken, Friedrichsdorfer Str. 54, in Avenwedde Bahnhof, Vortrag im Rahmen des sechsten Energiespartages in der Tischlerei, Referent: Frank Simon, unabhängiger Energieberater aus Gütersloh (Auskunft unter 05241 – 9769 0).

Dienstag, 15. März 2011, 19.30 bis 21.00 Uhr: Rathaus in Harsewinkel, Vortrag im Rahmen einer Aktionswoche zur Heizungsoptimierung, Referent: Peter Gödde, Energieberater der Stadt Harsewinkel, (Auskunft unter Tel. 05247-935 188)

Weitere Informationen sind bei der Koordinierungsstelle Energie und Klima des Kreises Gütersloh unter Tel. 05241 – 85 2762 oder Ursula.Thering@gt-net.de erhältlich.

 
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